Historische Darstellung & Architektonische Angaben
Als Teil des Dominikanerklosters mit den Namen Santa Maria Magdalena wurde Veneto vom Michele Sammicheli Mitte des 15 Jahrhunderts renoviert.
Der bekannte venezianische Architekt übernahm die Konstruktion der Burg von Rethymno (Fortezza) nach ihrer Wiedernahme von ihren ewigen Feinden aus Genova.
Bevor er sich an die Arbeit machte, wurden zuerst das VENETO, die LOGGIA (Offiziersclub) restauriert sowie drei andere Gebäude, um dort die venezianische Aufsicht unterzubringen.
Mitte des 19 Jahrhunderts wurde VENETO vom Turken Bey Risvan gekauft und erneuert, um es seiner neulich verwitweten Schwester zu schenken.
Am Anfang des 20 Jahrhunderts und nach dem Austausch der Bevolkerung wurde VENETO von der griechischen Regierung an der Familie Prokopakis weitergegeben. Mit dieser Geste der Regierung wurde die Teilnahme des Emmanuel G. Prokopakis an den "Makedonischen Kampf" (1903 - 1908) anerkannt.
Das VENETO ist ein eindrucksvolles architektonisches Bauwerk.
Am Eingang dominiert eine bogenförmige Arkade der ersten venezianischen Periode. Ein Zeuge für das Alter des Bauwerkes.
Genau neben dem Eingang sieht man die imposante steinige Treppe aus einzigartigem Kopfsteinpflaster mit kunstlerischen Zeichnungen, die zu den oberen Etagen fuhrt.
Die Zwischenwand 80 bis 120 cm dick zusammengesetzt aus Tünche von Santorin, drei Brunnen aus Stein, zwei Quellen und ein traumhafter Hof bilden ein beeindruckendes architektonisches Puzzle.
Segmente aus der venezianischen, türkischen und griechischen Baukunst wurden im Laufe der Jahrhunderte in einem Bauwerk zusammengebunden.
Stein, Holz und natürlicher Glas. Einfache Materialien, die aber so gut miteinander verbunden wurden, als ob sie nie getrennt werden wollen und erinnern uns daran, dass das Einfache meistens auch das Schönste ist.
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